Ausbildung zum Masseur*in/med. Bademeister*in

Massage

Der Beruf des Masseurs gehört zu den ältesten Berufen im Bereich des Gesundheitswesens. Es ist schon lange bekannt, dass man viele Erkrankungen, die mit schmerzhaften Zuständen einhergehen, erfolgreich mit Techniken der Klassischen Massage behandeln kann.

Die Ausbildung beinhaltet zahlreiche weitere Inhalte aus dem Bereich der Physikalischen Therapie. Als Masseur*in wendet man beispielsweise auch Elektrotherapie, Reflexzonentherapie, Übungstherapie, Faszien Techniken, Sportmassagen, Triggerpunkttherapie, Sonderformen der Massage, Schmerzpunkttherapie sowie Hydrotherapie an. Die Hydrotherapie beschäftigt sich mit Anwendungen rund um das Medium Wasser und der Wärme. Deshalb nennt sich das Berufsbild dann auch Masseur*in und medizinischer Bademeister*in.

In neuerer Zeit gewinnen auch fernöstliche Massage- und Heilmethoden zunehmend an Bedeutung.

Zukunftsaussichten im Gesundheitswesen

Als Experten für die o.g. Therapien sind Masseure*innen sehr gefragt und arbeiten in Kliniken, Reha Einrichtungen, Gesundheits-, Präventions- und Fitnesseinrichtungen sowie Praxen zusammen mit Physiotherapeuten und anderen Mitgliedern aus medizinischen Bereichen.

Als Masseur*in ist man auch ein wichtiges Glied im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation.
Darüber hinaus hat man nach erfolgreicher Prüfung zum Masseur*in die Möglichkeit, sich in einem 18 Monate dauernden Ergänzungslehrgang zum Physiotherapeuten*in ausbilden zu lassen. Der Vorteil dabei ist, dass man nach erfolgreicher Absolvierung der Prüfung zum Physiotherapeuten*in dann zwei Berufsausbildungen (Masseur*in u. med. Bademeister*in sowie Physiotherapeut*in) hat. Dadurch erhöht sich zusätzlich die Flexibilität für Arbeitsmarkt.

 

Die Ausbildung kurz und knapp

Für die staatlich anerkannte Ausbildung zum Masseur*in u. medizinischen Bademeister*in benötigst du als Zugangsvoraussetzung den Haupt- oder Realschulabschluss oder eine anerkannte Berufsausbildung von mindestens 1-jähriger Dauer.

In der Ausbildung wird dir fundiertes Wissen aus den Bereichen der Anatomie und Physiologie sowie den einzelnen Therapietechniken durch unsere Dozenten vermittelt.

Die Ausbildung dauert 2 Jahre mit einem an die Staatliche Prüfung anschließenden 6-monatigen Anerkennungspraktikum.

Weitere Infos zur Ausbildung findest Du in dieser PDF.

 

Dein Weg zum Masseur*in und medizinischen Bademeister*in – die Bewerbung

Hast du einen Hauptschulabschluss oder eine mindestens einjährige anerkannte Ausbildung? Dann erfüllst du damit bereits wichtige Voraussetzungen für die Ausbildung. Außerdem benötigst du eine ärztliche Bescheinigung, dass du für den Beruf des Masseurs*in geeignet bist. Du brauchst nur noch den Bewerbungsbogen ausfüllen, dein entsprechendes Zeugnis und einen Lebenslauf, dann ist deine Bewerbung komplett und wir laden dich zu einem Aufnahmegespräch und einem praktischen Test ein.

 

Auswahlverfahren und Eignungstest

In einem Aufnahmegespräch lernen wir uns gegenseitig kennen. Wir wollen herausfinden ob du gern mit Menschen arbeiten willst, weil dies für den Beruf des Masseurs*in wichtig ist. Darüber hinaus gibt es einen praktischen Test, in dem du deine motorischen und manuellen Fähigkeiten zeigen kannst.

 

Ausbildungskosten

Die umfassende Ausbildung kostet auch etwas Geld.
Folgende Kosten sind aktuell für die Ausbildung zu erwarten:

  • Monatlich 185 Euro als Schulgeld
  • Jährlich 95 Euro für Lernmaterialien
  • Einmalig 450 Euro Prüfungsgebühr

Bei Fragen über finanzielle Förderungsmöglichkeiten stehen wir dir gerne zur Verfügung. Möglichkeiten wären z.B. Bafög oder ein Bildungskredit.

Ausbildung am ulmkolleg

Wir setzen alles daran, unseren Schülern eine angenehme Atmosphäre zu bieten. Lernen ist effektiver wenn man sich in der Umgebung, in der die Ausbildung stattfindet, wohlfühlt. Es macht dann auch einfach mehr Spaß.

 

Ausbildungsstruktur

Die Ausbildung startet jährlich im November. Am Anfang der Ausbildung werden dir theoretische und praxisbezogene Inhalte vermittelt, die für die Arbeit am Patienten notwendig sind. Hierbei wirst du abwechselnd von praxiserfahrenen Fachlehrern sowie Ärzten und Dozenten unterrichtet.

Der Unterricht findet ganztägig statt und wird so organisiert, dass praktische und theoretische Unterrichte sich abwechseln. Dadurch ergibt sich für dich eine spannende Mischung von Inhalten, die den Unterricht nicht langweilig werden lässt.

Die ersten 9 Monate findet der Unterricht ausschließlich am ulmkolleg statt. Danach wird die Ausbildung geteilt. Du bist dann vormittags in einer geeigneten praktischen Einsatzstelle tätig. Die Einrichtungen, in denen unsere Schüler eingesetzt werden, sind zum Beispiel das Rehabilitationskrankenhaus Ulm, das BWK Ulm und weitere Rehabilitationseinrichtungen und Praxen in der nahen Umgebung. Am Nachmittag bist du wieder im Unterricht am ulmkolleg, in dem dann weiter theoretische und praktische Inhalte der Ausbildung vermittelt werden.

 

Unsere Unterrichtszeiten

Mo bis Do: 8.10 Uhr bis 11.35 Uhr oder 12.25 Uhr sowie von 13.30 Uhr bis 17.20 Uhr/18.10 Uhr
Freitags: bis 14 Uhr

 

ISQ – das Qualitätssiegel zur Sicherung der Physiotherapeuten-Ausbildung

Die Physiotherapieschule vom ulmkolleg zählt zu den Gründungsschulen des Interessenverbandes zur Sicherung der Qualität der Ausbildung an den deutschen Schulen für Physiotherapie e.V.(ISQ). Das Qualitätssicherungssystem basiert auf einem Kriterienkatalog welcher fortlaufend weiterentwickelt wird. Diese Kriterien für eine qualitativ hochwertige Ausbildung werden auch zur Qualitätssicherung in der Massageausbildung zu Grunde gelegt.

 

Tätigkeitsfelder nach der Ausbildung

Nach bestandener staatlicher Abschlussprüfung hast du eine große Auswahl zwischen unterschiedlichen Arbeitsplätzen und Tätigkeiten. In Kliniken, Reha Einrichtungen, Gesundheitszentren sowie in Sport- und Fitnesseinrichtungen und im Tourismus gibt es ein vielfältiges Betätigungsfeld für Masseure*innen.

Gute Zukunftsaussichten für Masseure*innen u. med. Bademeister*innen / Arbeitsmarktsituation

Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Daher ist der Bedarf an Masseuren*innen, die in der professionellen Massagetherapie tätig sind, entsprechend hoch.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten

Es gibt im Bereich der Massagetherapie zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, die zu einer Spezialisierung in bestimmen Bereichen führen. Beispiele dafür sind die Manuelle Lymphdrainage, Sportmassagen, Wellnessmassagen, Gesundheitsprävention.

Sehr interessant ist darüber hinaus die Möglichkeit, sich nach erfolgreicher Ausbildung zum Masseur*in u. med. Bademeister*in in einem 18- monatigen Ergänzungslehrgang zum Physiotherapeuten*in ausbilden zu lassen.

 

Der Beruf Masseur*in u. med. Bademeister*in ist ein sehr schöner und erfüllender Beruf für alle, die die Gesundheit und das Wohlbefinden anderer Menschen stärken wollen.

FAQ

Was beinhaltet der Aufnahmetest?

Nach Ihrer Bewerbung laden wir Sie zu einem kostenlosen Aufnahmetest ein.
Dieser Test besteht aus einem praktischen Test, in dem Ihre motorischen Fähigkeiten getestet werden sowie einem persönlichen Kennenlerngespräch.

Wann ist Bewerbungsschluss?

Bewerbungen sind jederzeit möglich.
Für den Ausbildungsbeginn jeweils zum 1. November jeden Jahres sollte man jedoch bis spätestens September die Bewerbung eingereicht haben.

Ist vorab ein Praktikum nötig?

Ein Praktikum vor der Ausbildung ist nicht erforderlich. Es kann jedoch hilfreich sein, in einer Medizinischen Einrichtung zu hospitieren, um so den persönlichen Berufswunsch zu festigen.

Gibt es die Möglichkeit eines "Schnuppertages"?

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, am ulmkolleg einen „Schnuppertag“ zu verbringen.
Dabei gewinnt man einen Einblick sowohl in den theoretischen, als auch den praktischen Unterricht.
Bei Interesse bitte einen Termin unter 0731954510 vereinbaren.

Wie gestaltet sich das Praktikum?

Das Praktikum ist in die Ausbildung integriert und findet ab dem zweiten Semester halbtäglich in umliegenden Kliniken, Gesundheitszentren und Praxen statt.
Die Einteilung erfolgt über das ulmkolleg.
Die Praktikumstellen, an denen die Praktika stattfinden, arbeiten schon seit vielen Jahren mit dem ulmkolleg zusammen. Die Schüler haben feste Betreuer und Ansprechpartner im Praktikum.

Gibt es die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung zum Physiotherapeuten?

Nach bestandener Prüfung zum Masseur und medizinischen Bademeister hat man die Möglichkeit, sich in einem 18-monatigen Lehrgang am ulmkolleg zum Physiotherapeuten weiterzuqualifizieren.